Schützenfest 2017

 

2017-07-01-18h20m19_mobilAm Samstag starteten die Schützen bei angenehmen Temperaturen in ihren Kompaniebereichen und trafen sich zum Sternenmarsch. Insgesamt vier Klangkörper, neben dem heimischen Bundes-Schützen-Musikkorps und den Hubertusjägern, standen auch der Spielmannszug Sande und die Musikkapelle Schloss-Neuhaus zur Verfügung, geleiteten die drei Kompanien und die Jungschützen zum zentralen Treffpunkt vor der Kirche auf der Von-Ketteler-Straße. Hier konnte der König Matthias Bastian mit seinem Hofstaat erstmals die Front abnehmen. Anschließend ging es in die neu renovierte Kirche zur gemeinsamen Schützenmesse. Leider ließ es der Wettergott nicht zu, dass das Totengedenken und die Kranzniederlegung am Ehrenmal durchgeführt werden konnte, so hielt man diesen Festakt in der Kirche ab. Auf einem Marsch folgten alle Schützen dem König in die Königsresidenz im Richterbusch. Hier konnten die Schützen erstmalig ihre Königin Astrid im prächtigen Samstagkleid bestaunen. Nach einem Umtrunk und Imbiss trat das Bataillon wieder an, um gemeinsam mit dem kompletten Hof ins Dreizehn-Linden-Stadion zu marschieren, um traditionell den Zapfenstreich zu hören. Ein unvergessliches Erlebnis jeden Hofstaates, wenn die Hubertusjäger zusammen mit dem Bundes-Schützen-Musikkorps vor bestens gefüllter Kulisse ihr Können beim Zapfenstreich darbieten. Auf direktem Wege ging es dann auf den Festplatz und ins Zelt.
Zum wiederholten Male spielte das Blasorchester Lichtenau zum Tanz am Samstagabend im Zelt. Anschließend heizte ein DJ in der im Zelt befindlichen Longdrink-Bar auch das jüngere Publikum ein.

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Am Sonntag wurde der Tag wiederrum mit dem Sternenmarsch begonnen. Zentraler Treffpunkt war wieder einmal die Von-Ketteler-Str. vor dem Dionysiushaus und der Kirche. Hier präsentierte sich der Hofstaat, ganz im Fokus natürlich die Königin Astrid, ihre Zeremonienmeisterin und die Hofdamen, in ihren prachtvollen Kleidern. Die Auswahl der Kleider wurde mit viel Applaus honoriert. Leider hielt das Wetter wieder nicht stand und bei einem kleinen aber starken Regenguss ging es dann zur Parade ins Stadion, wo d

ie Majestäten mit Schüssen von den Hövelhofer Böllerschützen begrüßt wurden. Nach der Parade, zu der viele Gäste trotz dem Wetter gekommen waren, ging es dann auf direktem Wege wieder zum Festplatz am Bohlenweg, wo das Zelt bis auf den letzten Platz zu Kaffee und Kuchen gefüllt war. Der Abend wurde wieder durch DJ Tobias Hanselle gestaltet.

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4.Reihe: Jürgen Bothe, Anton Dörenkamp, Daniel Göbel
3.Reihe: Gerd Müller, Andreas Quickstern, Präses Wolfgang Brinkmann, Klaus Schäfers, Rebecca Esser, Carsten Schlenger, Roman Ruhe
2.Reihe: Jürgen Schlenger, Christian Schmidt, Luca Meier, André Linde, Christof Bernard, Ulrich Schäfers, Klaus Meier
1.Reihe: Melanie Schlenger, Nicola Becker-Schmidt, Königspaar Matthias und Astrid Bastian, Marion Darimont, Daniela Schäfers, Tina Meier-Wüst

 

Schützenfrühstück in Elsen – das ist eine Mischung aus Klamauk, Komik, Wortwitz, Spendenflut und auch lokaler Politik. Das war auch am Schützenfestmontag nicht anders. »Machen Sie Ihren Ortsteil stark«, rief Vizebürgermeister Dietrich Honervogt 900 Gästen im voll besetzten Festzelt zu.

Satte 20 817 Euro Spenden für die Arbeit der St. Hubertus-Schützenbruderschaft Elsen (1200 Mitglieder) meldete Brudermeister Klaus Schäfers an diesem Schützenfestmontag: Damit wird das Ergebnis des Vorjahres mit 18 290 Euro nochmals deutlich getoppt. Allein 6500 Euro sind für das neue Wegekreuz der ersten Kompanie spendiert worden, sagte der Brudermeister beim vierten Schützenfest unter seiner Führung. Vorstandsmitglied Hubert Böddeker von der Sparkasse Paderborn-Detmold überreichte aus der Sparkassenstiftung 5000 Euro an den Verein Bürgerhaus Elsen. Das Geld ist für die Jugendarbeit bestimmt und soll in einen Multifunktionsraum investiert werden. Vizebürgermeister Honervogt sieht in Elsen »eine Superadresse« mit einer positiven Entwicklung, an der auch Schützen großen Anteil hätten. So stellte Honervogt die Erfolge der Schützen-Schießabteilung mit deutschen Meistern sowie die Arbeit des weit über Paderborn bekannten Sportvereins TuRa Elsen mit dem Karneval und dem Sportangebot für Behinderte heraus. Der Vizebürgermeister dankte dem Königspaar Matthias und Astrid Bastian: Es sei heute nicht mehr selbstverständlich, dass ein Schütze den Vogel abschieße. Das habe man in Benhausen gesehen: Da sei die Welt zwar auch nicht untergegangen, aber mit Königspaar und Hofstaat wie in Elsen sei es doch schöner.

2017-07-03-10h49m15_mobilKomiker Hubert Meiwes als Delbrück-Hagen riss das Publikum als Münsterländer Sportschütze mit sich. Mit nicht immer frauenfreundlichen Sprüchen (»Frauen sind wie Frösche: Quaken, Quaken und immer hinter den Mücken her«) gewährte der Delbrücker Schützenhauptmann auch Einblicke in Himmel und Hölle und in eine Politiker-Seele. So soll der Paderborner Bürgermeister Michael Dreier den Aufenthalt in der Hölle gewählt haben, weil ihm dort Partystimmung versprochen worden sei. Aber nach der Wahl – angeblich typisch Politik – gibt es das böse Erwachen im Höllenalltag. Kein Schützenfest in Elsen ohne Drill der neuen Unteroffiziere: Drill-Sergeant Tobias Hanselle brachte seine »Opfer« mit seinen Kommandos wieder gehörig durcheinander und schonte auch Hauptleute nicht. Mit Bianca Siegfried, Anja Ellenbürger, Christina Kühlkamp, Daniela Suppe und Tanja Kruse wurden gleich fünf Frauen aus der »Dritten« zu Unteroffizieren befördert.

IMG_4215_mobilBild der Königinnen

Nach dem Antreten am Abend machte dann die Band „Ambiente“ den gewohnten Abschluss. Der Hofstaat feierte mit den Gasthofstaaten aus Gesseln, Nesthausen und einer Abordnung aus Elsen-Bhf. bis in die frühen Morgenstunden.

(c) Text: Matthias Klose und Auszüge aus WV, 04.07.2017 / Bilder: Klaus Gröbing, Matthias Klose
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