Schützenfest 2018

Am Samstag starteten die Schützen bei angenehmem Schützenwetter in ihren Kompaniebereichen und trafen sich zum Sternenmarsch. Insgesamt vier Klangkörper, neben dem heimischen Bundes-Schützen-Musikkorps und den Hubertusjägern, standen auch der Spielmannszug Sande und die Musikkapelle Schloss-Neuhaus zur Verfügung, geleiteten die drei Kompanien und die Jungschützen zum zentralen Treffpunkt vor der Kirche auf der Von-Ketteler-Straße. Hier konnte der König Mario Knaup mit seinen Hofherren erstmals die Front abnehmen. Anschließend marschierte das ganze Bataillon zur Königsresidenz an der Nesthauser Str., um dort die Königin und die Damen des Hofes abzuholen.

Nach einem kurzen Umtrunk und Imbiss wurde dann gemeinsam mit dem prächtigen Hofstaat zur Kirche zurückmarschiert, um im Schatten der Kirche das Totengedenken und anschließend die Schützenmesse in der St. Dionysius Pfarrkirche abzuhalten. Der anschließende Zapfenstreich wurde in diesem Jahr nicht mehr im Dreizehn-Linden-Stadion, sondern nach der Schützenmesse auf dem Gelände der Kirche abgehalten. Ein unvergessliches Erlebnis vor besondere Kulisse und vielen Zuschauern. Gemeinsam ging es dann zum Festplatz wo abends erstmalig mit neuem Konzept gefeiert wurde. Das Schützenfestzelt war zu einer Art Lounge umdekoriert und die imposante Licht- und Musikanlage wiesen als Vorboten auf die anstehende Summer-Night-Party 2.0 die an diesem Abend stattfinden sollte, hin. Der erstmalig engagierte DJ Jens Dresselhaus, bekannt als Club-DJ des DeJaVu in Verl, heizte dem Publikum mächtig ein und begrüßte nach Mitternacht als Live-Act den Mallorca-Star „Mickie Krause“ im voll besetzen Elsener Schützenfestzelt.

Fast eine ganze Stunde inklusive Zugaben war der Star aus dem Münsterland in Elsen auf der Bühne. Es wurde bis in die frühen Morgenstunden mit dem Hofstaat weitergefeiert.

 Am Sonntag wurde der Tag wiederrum mit dem Sternenmarsch begonnen. Zentraler Treffpunkt war wieder einmal die Von-Ketteler-Str. vor der Kirche um anschließend erstmalig an einem Sonntag nach gemeinsamen Marsch zur Königsresidenz den Hofstaat abzuholen.

Hier präsentierte sich der Hofstaat, ganz im Fokus natürlich die Königin Sabrina, ihre Zeremonienmeisterin und die Hofdamen, in ihren prachtvollen Kleidern. Die Auswahl der Kleider wurde mit viel Applaus honoriert. Per Marsch ging es dann erstmalig zurück für die Parade zur Kirche. Eine Änderung, die in diesem Jahr beschlossen wurde, um sich so dem Publikum im Herzen von Elsen  noch näher zu präsentieren.

Nach der Parade, zu der viele Gäste bei bestem Wetter gekommen waren, ging es dann auf direktem Wege wieder zum Festplatz am Bohlenweg, wo das Zelt bis auf den letzten Platz zu Kaffee und Kuchen gefüllt war. Erstmalig (auch eine Änderung) wurde der Sonntag zu einem Familientag konzipiert. Ob Hüpfburg, Akrobatik oder die Präsentation des Löschzuges Elsen der Freiwilligen Feuerwehr, alle Attraktionen wurden gut angenommen.
Der Abend wurde wieder durch DJ Tobias Hanselle gestaltet.

Auch das Schützenfrühstück am Montag ist mit 1000 Gästen besonders gut besucht gewesen. Entsprechend gut gelaunt präsentierte sich auch die Stimmung: Der Auftritt des gefürchteten Drill-Sergeant Tobias Hanselle brachte wieder einmal das Publikum im Zelt zum Toben. Erneut hatte der unerbittliche Ausbilder zahlreiche Verfehlungen einzelner Schützen auf seinem Zettel notiert, um sie vor versammelter Mannschaft zu disziplinieren. Dabei machte er selbst vor dem Brudermeister sowie seiner eigenen Mutter nicht halt. Letztere musste sich erhebliche Kritik gefallen lassen, dass sie nur einen Handschuh in die Joppe gesteckt hatte. Und Brudermeister Schäfers war negativ aufgefallen, weil er vor der Wache marschiert war. „Das geht gar nicht!“, betonte der Drill-Sergeant. Mit einer ordentlichen Portion Drill brachte er seinen Opfern, darunter vor allem die neuen Unteroffiziere Markus Kaminski, Astrid Bastian (Königin 2017), Norbert Brink, Ralf Ott, Markus Gudermann, Klaus Meyer, Sebastian Neubert, Julian Müller, Heike Janewers- Hartmann, Maximilian Koch und Marc Schäfergockel nicht nur die richtigen Flötentöne, sondern vor allem die militärische Grundstellung und Wendungen bei. Ob Links, Rechts oder Kehrt: Es brauchte eine Weile, bis die Schützen den Dreh raus hatten.
Deutlich besser sah das naturgemäß bei den Soldaten der befreundeten 2. Kompanie des Panzerbataillons 203 in Augustdorf aus. Aus Anlass der zehnjährigen Partnerschaft überreichte Brudermeister Schäfers den Soldaten eine Fahne. Im Gegenzug revanchierte sich Major Philipp Oelmann mit Fahnenbändern, die er den Kompanien, dem Bataillon und den Jungschützen überreichte. Oelmann bedankte sich für die Unterstützung der Soldaten durch die Bürger: „Egal, ob wir uns in einer Übung oder im Einsatz im Kosovo oder Afghanistan befinden – wir wissen, dass Sie hinter uns stehen.“

Einen besonderen Auftritt bekam auch Bürgermeister Michael Dreier, der dem aufstrebenden Ort zusicherte, auch in Zukunft dafür zu sorgen, dass die Infrastruktur weiter mitwächst. Bei bestem Wetter klang der Nachmittag in gemütlicher Runde aus.

Nach dem Antreten am Abend machte dann die Band „Ambiente“ den gewohnten Abschluss. Der Hofstaat feierte mit den Gasthofstaaten aus Gesseln, Nesthausen und einer Abordnung aus Elsen-Bhf. bis in die frühen Morgenstunden.

© Text: Matthias Klose & Auszüge aus WV v. 03.07.2018
© Fotos: Hochstift Media, Klaus Gröbing

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